„Flagge hissen“ für Tibet | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Verbandsgemeinde Hachenburg beteiligt sich seit über zwei Jahrzehnten an bundesweiter Solidaritätsaktion

„Flagge hissen“ für Tibet

Die Verbandsgemeinde Hachenburg unterstützte auch in diesem Jahr die bundesweite Kampagne „Flagge zeigen für Tibet“ und lenkte damit erneut den Blick auf Menschenrechte und ein friedliches Zusammenleben. Am 10. März wurde aus diesem Anlass vor dem Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde die tibetische Flagge gehisst. Gemeinsam mit Gästen aus Tibet sowie Vertreterinnen und Vertretern der Tibet-Freunde Westerwald nahm der Erste Beigeordnete Marco Dörner an der Aktion teil und richtete ein Grußwort an die Anwesenden.

Die Kampagne, die von der Tibet Initiative Deutschland ins Leben gerufen wurde, begeht in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Seit 1996 beteiligen sich Kommunen in ganz Deutschland an der Aktion und bekunden damit öffentlich ihre Solidarität mit dem tibetischen Volk. Was einst mit 21 Städten begann, hat sich über die Jahre zu einer breiten Bewegung entwickelt: Städte, Gemeinden und Landkreise zeigen Haltung und erinnern daran, dass der Einsatz für Menschenrechte und Selbstbestimmung weltweit Aufmerksamkeit verdient.

Der 10. März steht dabei symbolisch für den tibetischen Volksaufstand von 1959 in Lhasa, der gewaltsam niedergeschlagen wurde. Seit mehr als 70 Jahren steht Tibet unter der Kontrolle der Volksrepublik China. Viele Tibeterinnen und Tibeter bemühen sich seither mit gewaltfreien Mitteln darum, ihre kulturelle, religiöse und gesellschaftliche Identität zu bewahren.

In seinem Grußwort ordnete der Erste Beigeordnete Marco Dörner das Anliegen der Kampagne in den aktuellen weltpolitischen Kontext ein. Gerade angesichts zahlreicher Konflikte und kriegerischer Auseinandersetzungen weltweit sei es wichtig, den Blick auch auf jene Regionen zu richten, deren Schicksal häufig weniger im Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit stehe.

„Wenn wir heute die tibetische Flagge hissen, erinnern wir daran, dass Menschenrechte keine Frage von Entfernung oder politischer Aktualität sind“, betonte Dörner. „Unterdrückung, eingeschränkte Freiheitsrechte und das Ringen um kulturelle Selbstbestimmung prägen das Leben vieler Menschen – nicht nur in Tibet, sondern in verschiedenen Regionen der Welt. Gerade in einer Zeit, in der Kriege und Konflikte erneut das internationale Geschehen bestimmen, ist es wichtig, Haltung zu zeigen. Unsere Beteiligung an dieser Aktion steht für die Überzeugung, dass Freiheit, Würde und religiöse Selbstbestimmung universelle Werte sind, deren Wahrung nicht nur globale Verantwortung verlangt, sondern auch auf kommunaler Ebene aktiv gelebt werden muss.“

Tashi Delek!