Lange Haare (je nach Organisation mindestens 25 bzw. 30 cm) können für Perücken gespendet werden und damit Menschen mit krankheitsbedingtem Haarausfall zugutekommen. Echthaar-Perücken sind langlebiger und sehen natürlicher aus, was den erkrankten Menschen Selbstbewusstsein und ein Stück Normalität zurückgeben kann. Dabei ist es egal, ob es sich um gelockte oder glatte, blonde, schwarze oder graue Haare handelt. Aber auch kürzere Haare sind wertvoll! Das deutsche Unternehmen Haare sammeln für das Meer | HAIR HELP the Oceans fertigt aus ihnen Matten und Schläuche, die Öl, Treibstoff und Chemikalien aufnehmen können und dabei helfen, Verunreinigungen in Gewässern zu binden. Ein Kilogramm Haare bindet dabei bis zu acht Liter Öl!
Auch für die Friseursalons bringt das Sammeln der Haare Vorteile mit – so kann die Menge an Abfall drastisch reduziert werden, was wiederum Kosten senkt.
„Ich selbst habe knapp 40 cm Haare für Perücken gespendet, nachdem ich seit 2019 nicht mehr beim Friseur war. Das ging direkt in einem Partnersalon in der Hachenburg (Friseurstube Klara Pfeiffer). Kürzere Haare werden dort ebenfalls gesammelt und an „hair help the oceans“ gesendet. Und selbst die Alufolie, die zum Färben verwendet wird, wird zum Recycling an ein Unternehmen geschickt“, berichtet Melissa Karthe, Nachhaltigkeitskoordinatorin der Verbandsgemeinde Hachenburg über ihre persönlichen Erfahrungen. Sie hoffe, dass möglichst viele Friseure in der Region die Idee überzeugend finden und sich der Initiative anschließen.