Regelmäßige Förderung der Verbandsgemeinde für Demokratieprojekte ist notwendig und sinnvoll – Beispiele aus dem Schulalltag | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Die Verbandsgemeinde Hachenburg unterstützt ihre Grundschulen seit dem Coronajahr 2020 mit jeweils 2.000 Euro pro Jahr bei der Realisierung pädagogischer Maßnahmen zur Demokratiebildung.

Regelmäßige Förderung der Verbandsgemeinde für Demokratieprojekte ist notwendig und sinnvoll – Beispiele aus dem Schulalltag

Dieser Betrag steht den Schulen zur freien Verfügung und kann nach eigenem Ermessen eingesetzt werden. Eine Förderung, die bei den Verantwortlichen unmittelbar ankommt und den finanziellen Rahmen dafür schafft, demokratische Bildung nicht nur im Unterricht zu thematisieren, sondern im täglichen Miteinander erlebbar zu machen.

Dem Wunsch des Jugend-, Schul-, Sport- und Sozialausschusses auf einen Bericht der Schulen, wozu genau diese Mittel in den letzten Jahren verwendet wurden, kam Bürgermeisterin Gabriele Greis in der letzten Sitzung des Verbandsgemeinderates gern nach.

Passender hätte der Zeitpunkt kaum sein können: Am Internationalen Tag der Demokratie am 15. September gaben die Schulleitungen Gabriele Greher und Daniel Busch beispielhaft für die acht Grundschulen in Trägerschaft der Verbandsgemeinde Einblicke in die Projekte ihrer Schulen. Dabei wurde deutlich, welchen Stellenwert demokratische Bildungsarbeit bereits im Grundschulalter hat.

Die daraus entstehenden Angebote sind vielfältig: Klassenrat, Schülersprecher und Schülerparlament fördern eine demokratische Gesprächskultur und werden durch die Beschaffung von Materialien und Literatur aus der Förderung unterstützt. Lernarrangements zu Kinderrechten, Projekttage, ein Schülerhaushalt, die Gestaltung des Schulhofs, eine Zirkusaktion sowie zusätzliche Bücher und eine entsprechende Medienausstattung schaffen weitere Zugänge zur Mitbestimmung und legen Grundlagen für gesellschaftliche Teilhabe. Auch das Netzwerk „Moving School“ war an den Schulen zu Gast und gestaltete mit den Mitteln der Verbandsgemeinde kreative, erfahrungsorientierte und kindgerechte Bildungsformate.

Wie wichtig solche Angebote sind, wurde durch die Schilderungen der beiden Schulleitungen besonders deutlich. Auch im ländlichen Raum, in dem „die Welt eigentlich noch in Ordnung“ sei, so Busch, beobachteten die Lehrkräfte zunehmend, dass Kinder mit unterschiedlichen Belastungen in den Schulalltag kommen. So seien mittlerweile rund 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler von familiären und sozialen – aber auch gesundheitlichen – Schwierigkeiten betroffen. Auch ein teilweise problematischer Medienkonsum wirke sich emotional sowie körperlich auf die Kinder aus.

Vor diesem Hintergrund komme dem Beitrag Verbandsgemeinde eine besondere Bedeutung zu, hoben Gabriele Greher und Daniel Busch hervor. Sie ermögliche den finanziellen Spielraum, um Kindern gerade in diesen herausfordernden Zeiten Räume für Beteiligung, Gemeinschaft und persönliche Entwicklung zu eröffnen. Zugleich verwiesen die Schulleitungen auf die wichtige Rolle der Elternschaft und der Fördervereine, die mit großem Einsatz und zusätzlichen Mitteln dazu beitragen, die verschiedenen Vorhaben zu finanzieren und umzusetzen.

Auch Bürgermeisterin Gabriele Greis würdigte den Einsatz der beiden Schulleitungen und ihre tägliche Arbeit für ihre Schulen und die Kinder. „Die Mittel zur Demokratieförderung haben bewusst keine Einschränkungen in ihrer Verwendung.“ betont Greis. „Wir haben großes Vertrauen in die Schulen, die selbst am allerbesten beurteilen können, wo das eingesetzte Geld seine Verwendung findet. Die Arbeit vor Ort verdient allerhöchste Wertschätzung und Unterstützung!“

Aus den Fraktionen des Verbandsgemeinderates kam ebenfalls breite Zustimmung zur Finanzierung demokratiefördernder Projekte. Anerkennung fanden zudem die offenen Schilderungen der Pädagogen und ihr besonderes Engagement für die Schülerinnen und Schüler.