Stress gehört für viele Menschen zum täglichen Leben. Wird die Belastung jedoch dauerhaft, kann sie Körper sowie Psyche zusetzen und zu Erschöpfung, Angst und Depressionen führen. Wie sich Warnsignale erkennen lassen und was dabei helfen kann, wieder mehr ins Gleichgewicht zu kommen, erfuhren Besucher im Kreishaus Montabaur. Drei Wochen lang lud dort die interaktive „Audiotour gegen Stress“ dazu ein, sich kostenfrei mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Gemeinsam mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) präsentierte die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises die Ausstellung im Foyer. Anhand eines typischen Tagesablaufs machte diese erlebbar, an welchen Stellen Stress entstehen kann und welche Möglichkeiten es gibt, damit umzugehen. Dabei vermittelte die Audiotour alltagsnahe Impulse und zeigte Wege auf, die eigene psychische Gesundheit zu stärken.
Zum Auftakt standen außerdem Angela Hartmann von der Koordinierungsstelle Gemeindepsychiatrie und Selina Kexel, Psychologin des Gesundheitsamtes, für Gespräche zur Verfügung. Über den gesamten Ausstellungszeitraum konnten sich Interessierte zudem verschiedene Informationsmaterialien mitnehmen.
„Die Rückmeldungen zur Audiotour zeigen deutlich, dass Stress leider für viele Menschen ein fester Bestandteil des Alltags ist“, berichtet Angela Hartmann. „Umso wichtiger ist es, Belastungen frühzeitig wahrzunehmen und für Auszeiten und Unterstützung zu sorgen.“
Auch Selina Kexel zieht ein positives Fazit: „Psychische Gesundheit lässt sich im Alltag aktiv stärken. Kleine Veränderungen, ein bewusster Umgang mit den eigenen Grenzen und das Wissen, wo man bei Bedarf Hilfe findet, können dabei wichtige Schritte sein.“ Das große Interesse an der Ausstellung und die rege Nachfrage nach den ausgelegten Broschüren zeigten, dass das Thema die Menschen bewegt.
Die „Audiotour gegen Stress“ ist Teil des Projektes „Gesundheit für alle!“, das von LZG mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit umgesetzt wird. Ziel ist es, Wege zu mentaler Gesundheit aufzuzeigen, Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen abzubauen und regionale Hilfsangebote bekanntzumachen.