Am 17.08.2026 unterzeichneten beide Verwaltungen einen zukunftsweisenden Wasserlieferungsvertrag. Das Ziel ist eine sichere Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger in der Region, auch in trockenen Zeiten.
Wasser macht nicht an Verwaltungsgrenzen halt. Um die Trinkwasserversorgung langfristig krisenfest aufzustellen, bauen die Verbandsgemeinden Westerburg und Hachenburg einen interkommunalen Verbund auf. Das Projekt, eine rund 7,4 Kilometer lange Verbindungsleitung. Diese schließt die Lücke zwischen den beiden geplanten Hochbehältern in Langenhahn (VG Westerburg) und Lochum (VG Hachenburg).
Durch die neue Leitung fließen künftig täglich zwischen 400 und 800 Kubikmeter Trinkwasser von Westerburg in das Hachenburger Netz. Doch die Kooperation ist keine Einbahnstraße. Der Vertrag sieht vor, dass im Notfall auch Wasser in die Gegenrichtung geliefert werden kann. So unterstützen sich die Nachbarn gegenseitig, falls es zu Engpässen kommt.
„Mit diesem Vertrag legen wir das Fundament für eine verlässliche Infrastruktur der nächsten Jahrzehnte“, betont Markus Hof, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg. Er und Marco Dörner, Erster Beigeordneter der VG Hachenburg, sind sich darüber einig, die Herausforderungen wie den Klimawandel und schwankende Wasserspiegel gemeinsam anzugehen. „Wir freuen uns, dass wir die jahrzehntelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bereich der Abwasserbeseitigung jetzt auch im Bereich der Wasserversorgung fortsetzen können und sind dankbar für die zusätzliche Möglichkeit zur Belieferung der Bürgerinnen und Bürger in der Verbandsgemeinde Hachenburg mit dem Lebensmittel Nr. 1“, resümiert Dörner.
An der feierlichen Unterzeichnung in der Verbandsgemeindeverwaltung Westerburg nahmen neben Bürgermeister Markus Hof und dem Ersten Beigeordneten der VG Hachenburg, Marco Dörner, die beiden Werkleiter Thomas Welters (Hachenburg) und Jörg Pfaff (Westerburg) teil. Sie hatten im Vorfeld intensiv geprüft, ob die Wasserressourcen beider Gebiete zusammenpassen. Das Ergebnis der Labortests war eindeutig, die Wässer lassen sich hervorragend mischen.
Der Vertrag ist auf eine Laufzeit von zunächst 30 Jahren ausgelegt. Dies gibt beiden Verbandsgemeinden die nötige Planungssicherheit für die anstehenden Investitionen. Die betroffenen Ortsgemeinden Bellingen und Langenhahn haben dem Bau der Leitung auf ihren Grundstücken bereits zugestimmt, sodass die Umsetzung nun zügig voranschreiten kann.