Gleich drei besondere Anlässe standen am vergangenen Samstag im Mittelpunkt einer Informations- und Festveranstaltung der Verbandsgemeindewerke Hachenburg: die vorzeitige Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters Mörsbach, das 50-jährige Bestehen des Wasserwerks sowie der Tag des Wassers. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der heimischen Wasserversorgung zu werfen und sich über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Wasserwirtschaft in der Verbandsgemeinde zu informieren.
Bereits beim Betreten des neuen Hochbehälters wurde deutlich, dass Wasser weit mehr ist als ein selbstverständlicher Begleiter des Alltags. Mit Ausstellungen, Fachinformationen und einem eigens produzierten Baustellenvideo erhielten die Gäste spannende Einblicke in die technische Infrastruktur, die rund um die Uhr dafür sorgt, dass hochwertiges Trinkwasser zuverlässig in die Haushalte gelangt.
Der Tag des Wassers, der üblicherweise am 22. März begangen wird, wurde in diesem Jahr aufgrund der Landtagswahl auf einen späteren Termin verlegt. Die zentrale Botschaft blieb jedoch dieselbe: Wasser ist die Grundlage unseres täglichen Lebens und seine Versorgung erfordert leistungsfähige Anlagen, engagierte Fachkräfte und langfristige Planung.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete das Jubiläum „50 Jahre Wasserwerk“. Eine Ausstellung zeichnete die Entwicklung der Wasserversorgung in der Verbandsgemeinde nach und zeigte, wie sich die Anforderungen in den vergangenen Jahrzehnten verändert haben. Gleichzeitig richtete sie den Blick nach vorne. Klimatische Veränderungen, sinkende Schüttungen von Quellen und zunehmende Herausforderungen bei der Rohwassergewinnung machen deutlich, dass die Sicherstellung einer zuverlässigen Trinkwasserversorgung eine Daueraufgabe bleibt. Vorgestellt wurden daher auch künftige Maßnahmen und interkommunale Kooperationen, die die Wasserversorgung langfristig stärken sollen.
Im Mittelpunkt des Tages stand jedoch die vorzeitige Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters Mörsbach. Obwohl noch einzelne Restarbeiten sowie die formellen Abnahmen ausstehen, konnte die Anlage bereits offiziell ihrer Bestimmung übergeben werden. Der neue Hochbehälter ersetzt die bisherigen Anlagen in Obermörsbach und Burbach und verfügt über zwei Wasserkammern mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 300 Kubikmetern. Damit steht künftig sogar mehr Speichervolumen zur Verfügung als zuvor.
Versorgt werden über die neue Anlage die Ortslagen Obermörsbach, Niedermörsbach, Burbach und Kundert. Gleichzeitig verbessert das Projekt die Versorgungssicherheit erheblich.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Energieeffizienz. Durch die optimierte Netzstruktur kann künftig auf eine Druckerhöhungsanlage verzichtet werden, die bislang jährlich rund 5.000 Kilowattstunden Strom verbrauchte.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützte die Maßnahme mit Fördermitteln in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro, bestehend aus einem Zuschuss sowie einem zinslosen Darlehen.
Einen besonderen Dank richtete Werkleiter Thomas Welters an die Ortsgemeinde Mörsbach, die das Bauvorhaben und die Organisation des Wasserfestes tatkräftig unterstützte. Bezüglich des 50-jährigen Jubiläums würdigte er in erster Linie sein schlagkräftiges Team, das nicht nur im Wasserwerk, sondern auch in den anderen Betriebszweigen und der Verwaltung alles dafür tut, um 24/7 eine Versorgungssicherheit zu gewährleisten und dankte dafür allen Kolleginnen und Kollegen.
Abgerundet wurde der Tag durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit einem Malwettbewerb für Kinder, musikalischer Unterhaltung durch die SwingingFusion BigBand sowie die „kleine, feine Blasmusik“ der Gebrüder Krieger. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten darüber hinaus die Gelegenheit, den neuen Hochbehälter zu besichtigen und sich von den Wassermeistern Klaus Pfeifer und Robin Müller sowie den Mitarbeitenden der Verbandsgemeindewerke die technischen Zusammenhänge erläutern zu lassen.